bisherige Unternehmungen der Familiengruppe

2020

Wandern auf Abstand – mal etwas ganz Neues zum 5jährigen Jubiläum der Familiengruppe

Bis zum Ende blieb es spannend – kann unsere Jubiläumswanderung 5 Jahre nach Gründung der Familiengruppe stattfinden oder nicht? Eigentlich hatte kaum jemand mehr damit gerechnet, da taten sich doch noch unerwartete Möglichkeiten auf. Nach langem Corona-Shutdown und (zum Glück nur) einer abgesagten Tour (meiner Erinnerung nach die erste, die wir jemals komplett absagen mussten) ergab sich wider Erwarten kurzfristig die Möglichkeit, uns unter völlig veränderten Umständen wiederzutreffen. Nicht, dass wir während des Shutdowns nicht in engem Kontakt geblieben wären – überschlugen sich doch in der WhatsAppGruppe die lebhaften Diskussionen und die teils tiefgründig humoristischen Videos sowie die ein oder andere Durchhalteparole und fotografische Motivation in Form von Bildberichten einsamer intrafamiliärer Unternehmungen. Aber sich sehen und hören ist halt doch noch mal etwas anderes. Nur die üblichen Umarmungen zur Begrüßung und das Abklatschen zum Abschied mussten gesetzeskonform unterbleiben – was dem bisher üblichen Zusammengehörigkeitsgefühl völlig zuwider lief und uns daher schwer genug viel. Aber was soll´s: viel besser als gar nichts war es allemal. Und so dankten wir fröhlich der Disziplin der Nordrhein-Westfalen und der darauf basierten Entscheidung auf der politischen Ebene genau 3 Tage vor unserer anberaumten Tour und trafen uns endlich wieder. Zwar im Reichswald bei Kranenburg anstatt wie ursprünglich geplant im Bergherbos in den Niederlanden, aber unser Heimatwald hat ja bekanntlich auch seine Reize. Das heißt, nicht alle, die eigentlich gerne dabei gewesen wären, waren es dann auch wirklich. War doch die Teilnahme an einer sportlichen Gruppenunternehmung wenn auch erlaubt, so doch immer noch (genauso wie sowieso bei bergsportlichen Aktivitäten)  eine Entscheidung in individueller Verantwortung. Und das ist auch gut so. Manchen war unser unerwartet frühes Wiedersehen denn auch noch zu heiß (zum Teil auf Basis der Zugehörigkeit zu Risikogruppen) und sie mussten schweren Herzens verzichten. Krank war zum Glück niemand. Also gingen noch ein paar gute Wünsche hin und her, bevor wir schlussendlich in etwas verminderter Zahl in den Reichswald loszogen.


Und gibt es jetzt dazu noch etwas zu sagen? Nicht viel, denke ich, denn das Wichtigste ist schon berichtet. Wir wanderten hierhin und dorthin, hier hinauf und dort hinunter. Wie ging das mit dem Abstandhalten? Schwierig, schwierig, wenn man sich so gut versteht und endlich einmal wiedersieht. Aber die Disziplin wurde auch hier gewahrt. Vielleicht trugen die schmalen Wanderwege dazu bei, denn hintereinander kann man kaum auf weniger als 1,5m an den Vordermann (oder natürlich die –frau) herankommen, ohne ihn (oder sie) über den Haufen zu laufen. Wir folgten also nicht der Empfehlung des Gesamt-DAV, möglichst breite Wege zu benutzen. Nur einmal wurde es eng und im Überschwang der Begeisterung kamen sich zwei der älteren Herren bei jugendlicher Aktion etwas zu nahe – und vergaßen doch glatt mal für ein paar Sekunden, sich rechtzeitig den Mund- und Nasenschutz hochzuziehen. Zeit genug für ein Beweisfoto, was wir hier auch nicht vorenthalten wollen. In der Hoffnung, uns möge dieser Anfängerfehler verziehen werden. Vielleicht machen wir den das nächste mal schon nicht mehr – oder es geht mal wieder ohne Mundschutz und – wer weiß – vielleicht bald auch schon wieder ohne Abstand. Deshalb auch hier ein Hoch auf die fleißigen Wissenschaftler (neudeutsch: Helden), die uns bald eine Impfung bescheren mögen.

In diesem Sinne wünschen wir auch allen anderen Gruppen einen guten, coronafreien Neustart.

Für die Familiengruppe: Larsen Seydel

Ach so, p.s.: War das nun unsere Jubiläumstour? Mit nicht allen an Bord und auf Distanz? Nein, ich denke nicht, das wäre unserer Gruppe nicht angemessen. Wir warten in aller Ruhe ab und begehen (im wahrsten Sinne des Wortes) unser Jubiläum noch mal mit mehr Stil!

Wann immer das dann auch sein wird. Einverstanden?

2018

Baumklettern mit der DAV-Familiengruppe

Zum Beginn der Sommerzeit, am Sonntag, den 31.3.2019, traf sich mit großer Beteiligung (17 Erwachsene und 19 Kinder/Jugendliche) die Familiengruppe des DAV zum Baumklettern an der „Alten Mühle“ in Uedem.

Wolfgang Huwe hatte das richtige „Kletterequipment“ mitgebracht. Um die Seile in den Baum zu bekommen, hat er eine Schleuder benutzt und damit einen Sandsack in den Baum geschossen, an dem das Seil befestigt war.


Es gab 3 Bäume, die er vorbereitet hat. Man konnte sehr hoch klettern, aber nur zu zweit, weil einer unten stehen musste, um zu sichern. Dabei haben wir gelernt, uns gegenseitig zu sichern. Wieder nach unten nach zu kommen war ganz leicht – man wurde einfach heruntergelassen. Außerdem gab es für Kletterpausen einen Spielplatz direkt daneben, der sehr schön war.

Am Ende sind wir noch in ein Café gegangen, das nahe bei den Bäumen lag. Dort konnte man nichts Warmes essen, aber Kuchen und heiße Dinge trinken.

Das Klettern hat mir so großen Spaß gemacht, dass ich mir gut vorstellen kann in zwei Jahren, wenn ich 14 Jahre alt bin, in der Klettergrupppe von Wolfgang Huwe mitzumachen.

2017

Mit der Familiengruppe auf der Freiburger Hütte im Lechquellengebirge (6.-10.8.2017).

Schon die Fahrt von Lech über die Mautstraße bergwärts durch Nebel und dicke Regenwolken ist für unsere Alpen unerfahrenen Kinder ein Abenteuer. Wir schlängeln uns entlang des Lechs durch die verwunschene Parklandschaft und erreichen nach unendlich erscheinenden 30 Minuten den Parkplatz Formarinalpe.

Das nötige Gepäck für die nächsten vier Tage auf dem Rücken verlassen wir – endlich zu Fuß – Auto und Parkplatz, betreten über das Viehrost die Alpenlandschaft über dem Formarinalpsee und stapfen – wie bei Regen empfohlen – rechts um den See. Der See verbirgt sich vorerst hinter Wolken, aber das Bimmeln weit entfernter Kuhglocken lässt uns die Ausdehnung des Tales erahnen. Dann, nach wenigen Minuten, reißt der Nebel auf. Wir blicken in einen grünblauen Talkessel, hinab zu dem 1.830 m über NN gelegenen Formarinalpsee. Dieser speist sich aus hunderten kleiner Bäche, die von allen Seiten die Hänge hinabfließen. Der Hochgebirgssee bildet sich in jedem Jahr aufs Neue aus Schmelzwasser. Einen Abfluss sucht man vergebens: das Wasser fließt unterirdisch ab durch die Risse des verwitterten Gesteins der Roten Wand, die europäische Wasserscheide.

Die Rote Wand erhebt sich zu unserer Rechten bis auf eine Höhe von 2704 Meter. Und jetzt sehen wir auch unser Ziel: die Freiburger Hütte, 100 Meter über dem See gelegen. Als wir etwas später dort ankommen, sind wir durchnässt und durchgefroren. Zu unserer großen Freude gibt es einen großzügig ausgelegten Trockenraum mit heißem Gebläse. Wir wärmen uns schon mal beim Aufhängen der nassen Sachen auf und können sicher sein, dass Schuhe und Jacken morgen wieder einsatzbereit sein werden.

Der nächste Tag begrüßt uns mit strahlendblauem Himmel bei kühlen 5° C. Direkt hinter der Hütte steigen wir schnell auf Richtung Fensterlewand. Dort entdecken wir unsere ersten Murmeltiere. Die Kinder sind begeistert. Unterhalb der Rosskopfgipfel ersteigen wir den Sattel. Oben haben wir während unseres Picknicks im warmen Sonnenschein eine herrliche Rundumsicht. Sehr konzentriert steigen wir nach Süden 200 Höhenmeter über einen steilen, schrofigen Hang ab – für die meisten Kinder ihr erstes größeres Felserlebnis. Über sanfteres Almgelände geht es direkt hinter der Freiburger Hütte runter. Mit nimmersatten Laufkindern steigen wir nachmittags gemeinsam über einen Latschenhang und durch einen grobsteinigen Tobel noch hinab zum See, um in den glasklaren Fluten zu baden.



Die zweite Tour führt uns über das beeindruckende Steinerne Meer unterhalb des Formaletsch, ein Karst-Verwitterungsgebiet. Hier ist vor allem für die Kinder wegen der hohen Verletzungsgefahr an den scharfen Kanten der Kalksteine höchste Konzentration angesagt. Aber alle meistern die Überquerung mit Bravour und unser Gruppenleiter führt uns sicher hinüber zum noch sehr jungen Lech. Hier geht es entlang des Bächleins einen schmalen aber einfachen Gehweg hinunter zu einer Pferdealpe und wieder am Formarinsee entlang zurück zur Freiburger Hütte. Nachdem sich die Kinder von den Pferden trennen konnten, müssen wir noch dringend in den grünblauen Formarinsee abtauchen.

Am dritten Tag unternehmen wir via Formarinalpe eine wunderschöne Wanderung über Wiesen und durch Wäldchen entlang des schnell strömenden Lechs. Bergab laufen die Beine der Kinder wie von selber und in den Pausen wird mit Steinen im und am Wasser gebaut, was das Zeug hält. Wie gut, dass wir Wechselkleidung dabei haben und im warmen Sonnenschein alles schnell wieder trocknet. Leider zieht abends noch Regen auf. Trotzdem nehmen fast alle Familien die spannendere Tour über die Felsen links um den See zurück zur Freiburger Hütte. Im strömenden Regen heißt es, am nächsten Tag leider Abschied nehmen.

Allen Kindern von 4 – 13 Jahren und den Erwachsenen hat es großen Spaß gemacht.

Vielen Dank für die Ausarbeitung der Touren an unseren Gruppenleiter Larsen Seydel.

Für die Familiengruppe
Susanne Klostermann

2016

Wie sechs Monate unser Leben doch sehr bereichert haben

Es war im April, Reiterfest in Schottheide und der Wunsch meiner Tochter, im Anschluss noch mit Pia, dem Mädchen aus Australien, zu spielen.

Beim Abholen wurde es noch ganz gesellig mit der australischen Familie. Wir kamen ins Plaudern und ich erfuhr, dass es inzwischen eine Familiengruppe des DAV in Kleve gibt. Belinda und Lachlan erzählten auch gleich mit einer Mischung aus Unfassbarkeit und Faszination vom erlebten Grillen bei eisiger Kälte und Schnee. Wow, das fand ich klasse und am nächsten Tag gab es auch schon die Gelegenheit, die Gruppe live zu erleben.

Eine Wanderung im Abenteuerwald Groesbeek stand auf dem Programm. Dieses Gebiet kenne ich schon. Weil ich es so abwechslungsreich und toll für Kinder zum Erobern, Klettern und Spielen finde, war ich schon oft mit meiner Tochter und ihren Freunden hier. Die hatten hier auch immer viel Spaß miteinander, doch diesmal habe auch ich es sehr genossen, von anderen Erwachsenen umgeben zu sein.

Gleich begrüßten uns nette Eltern und ihre Kinder. Larsen, der Leiter der Familiengruppe, rollte auch bald selbstgemalte Karten aus seinem Rucksack, an Hand derer die Kinder den Weg zum Spielplatz finden konnten. Das hat mich fasziniert. Auch die Kinder fanden es spannend, mit der Karte in der Hand loszustiefeln und uns den Weg zu zeigen. Ein ganz anderes Laufvergnügen als allein mit meiner Tochter.

Inzwischen haben wir so einige Aktionen mit der Familiengruppe erlebt. Beeindruckend war für mich der Blick über den Reichswald. Ja. Auf einer Tour konnten wir im Rahmen einer Schulung durch den Förster auf einen ehemaligen Wachtturm des Forstamtes klettern und hatten eine sagenhafte Aussicht. Möge sie uns erhalten bleiben.

Auch konnten wir in der Turnhalle der Realschule in Kellen schon so richtig schön toben und spielen. Auch gibt es dort eine Kletterwand, an der wir schon mal für unsere Touren in der Natur üben konnten. Es ist schön zu erleben, wie die Kinder durch alle Eltern angespornt und unterstützt werden, so dass manche Kinder ihren Ängsten glatt ein paar Höhenmeter abgewinnen können.



In den Herbstferien waren wir mit einigen Familien im Wildniscamp des Bayrischen Waldes. Sehr zu empfehlen. Auf dem Weg dorthin haben wir in Hartenstein halt gemacht. Larsen hat uns dort zum Klettersteiggebiet Hersbruck in der Fränkischen Schweiz geführt. Ein tolles Gebiet mit unterschiedlichsten Schwierigkeitsgraden und für die, die vom Klettern erst einmal genug hatten, gab es herrliche Möglichkeiten im Wald herumzuräubern und Burgfräulein zu spielen. Das dort entdeckte Grab des berühmten Sportkletterers Kurt Albert geht mir nicht aus dem Sinn. Und ich bin froh, dass das richtige Sichern und Kontrollieren jedes Mal aufs Neue bei unseren Kletteraktionen viel Bedeutung erhält.

Zuletzt haben wir uns im Indoorspielplatz Pret Inn in Malden getroffen. Während die Kinder beim Toben viel Spaß hatten, haben wir Erwachsenen überlegt, welche Ausflüge und Aktionen wir für das Jahr 2017 planen wollen. Ich freue mich schon. Wir werden u. a. gemeinsam Fahrrad fahren, auf der Niers paddeln, bei schönem Wetter unter freiem Himmel schlafen …

Und dieses Mal werden wir dabei sein, wenn im Februar in eisiger Kälte bei Schneefall gegrillt wird. Wenn mir dann meine Hände nicht erfroren sind, kann ich wie am Ende eines jeden Ausfluges im Kreis meinem Vordermann auf die Schulter klopfen und ihm sagen:

Das hast du gut gemacht, das hast du gut gemacht.” 

Antje Glänzer

2015

Dezember: Sauerland (Wisent-Wildnis, Weihnachtsbaumsaegen)
September: Kleve (Hallenklettern)
August: Kranenburg/Reichswald (Brombeersammelwanderung)
Juli: Beek (Klabauterpfad)
Mai: Kirchheller Heide (Canyoning, Klettersteine) – zur Galerie –
April: Reijndersmeer (Wandern, Spielen und Pontonfloss)